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Entstanden ist Antigua vor circa 34 Millionen Jahren aus einem unterseeischen Vulkan. Korallen begannen zu wachsen und Kalkablagerungen breiteten sich Richtung Nordosten der Insel aus. Aus diesem Grund ist die heutige Inseloberfläche sehr unterschiedlich - Muschelkalksand wechselt sich mit Korallen- und Vulkangestein sowie Lehmböden ab. Die Schwesterinsel Barbuda bildet hingegen die Oberfläche eines großen Korallenriffs und ist relativ trocken. Viele Seefahrer scheiterten an den tückischen Untiefen rund um die Insel und hinterließen circa 150 Schiffwracks.
Viele Fundorte auf Antigua und Barbuda zeugen von einer Besiedlung vor circa 10.000 v. Chr. durch die Indianer vom Stamm der Siboney, die im 1. Jhd. n. Chr. von den Arawak-Indianern verdrängt wurden.
Christoph Columbus entdeckte als erster Europäer die Insel bei seiner zweiten Reise im Jahre 1493 und benannte sie nach der Heiligen Jungfrau Santa Maria de la Antigua in der Kathedrale von Sevilla. In den folgenden Jahren versuchten immer wieder Engländer, Franzosen und Spanier, die Insel für sich zu gewinnen. Schließlich gründeten Engländer 1632 die erste ständige europäische Siedlung auf Antigua. Ende des 17. Jahrhunderts entwickelte sich eine florierende Zuckerindustrie, eingeführt von Christopher Codrington. Betty's Hope, die einst größte Zuckerrohrplantage auf Antigua, beherbergt die einzige noch funktionierende Zuckerwindmühle in der Karibik und kann besichtigt werden. Tausende von Sklaven wurden ins Land gebracht, um auf den Plantagen zu arbeiten. Nach mehreren Versuchen wurde 1834 die Sklaverei abgeschafft, woran bis heute jährlich der farbenfrohe Karneval Ende Juli/Anfang August erinnert.
| Während der britisch-französischen Kriege wurde Antigua unter Admiral Lord Nelson, nicht zuletzt durch seine zentrale strategische Lage, zum Hauptstützpunkt der britischen Flotte in der Karibik. Im Freilichtmuseum Nelson's Dockyard kann man auch heute noch auf den Spuren des wohl berühmtesten britischen Admirals wandeln.
Aufgrund wirtschaftlicher Probleme kam es Mitte des 20. Jahrhunderts zu einer Unabhängigkeitsbewegung, die zur Folge hatte, dass Antigua und Barbuda zusammen mit der unbewohnten Felseninsel |
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Redonda 1967 schließlich den Status eines an Großbritannien assoziierten Staates erhielten. Die vollständige Unabhängigkeit wurde am 1. November 1981 erlangt. Bis heute ist der "Independence Day" der wichtigste Feiertag im Jahr und wird mit bunten Paraden gefeiert.
Seitdem ist der Staat Antigua und Barbuda eine parlamentarische Demokratie mit der britischen Königin als Staatsoberhaupt. Eine Generalgouverneurin vertritt zur Zeit die Königin. Das Parlament hat zwei Kammern, bestehend aus dem Abgeordnetenhaus und dem Senat. |
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